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Veronika Ivchenko zu Gast am Regino-Gymnasium

  • 27. Aug.
  • 1 Min. Lesezeit

Schülerinnen und Schüler der Sozialkundekurse der Jahrgangsstufe 13 durften am Mittwoch, 26. August, einen besonderen Gast begrüßen: Veronika Ivchenko, Studentin der Politikwissenschaft aus Kyjiw, präsentierte Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Krieg in der Ukraine und berichtete von ihrem Alltag in diesem Krieg.

Frau Ivchenko berichtete zunächst, wie sie als 15-Jährige, die bis dato das ganz normale Leben einer Jugendlichen in der osteuropäischen Metropole führte, nach Beginn des russischen Angriffs von ihrer Mutter nach Rheinland-Pfalz gebracht wurde, wo sie von der "wunderbaren Familie Eichten" in Fleringen aufgenommen wurde. Seit März 2022 besuchte sie das Regino-Gymnasium, das sie nach Abschluss der Jahrgangsstufe 11 im Jahre 2024 wieder in Richtung Kyjiw verließ, mitten in den Krieg zurück. Die naheliegende Frage nach der Motivation beantwortete sie wie folgt: "Auf Deutsch konnte ich nicht immer alles ausdrücken, was ich sagen wollte. Ich wollte zeigen, was ich kann, an meiner Traum-Uni".

Den harten Kriegsalltag mit täglichen Drohnen- und Raketenangriffen, Strom- und Internetausfällen, Unterbrechungen der Wasser- und Lebensmittelversorgung schilderte Frau Ivchenko so lapidar wie eindrücklich. Am Ende ihres Vortrages blickte sie in konsternierte bis ungläubige Gesichter, deren stumme Betroffenheit eine Schülerin zum Sprechen brachte: "Wie hält man so etwas aus?"

Frau Ivchenko beendete ihren Vortrag mit einem Appell an die Schüler/innen, die das gleiche Alter und doch so andere Lebensumstände haben: "Seid dankbar, morgen kann alles anders sein!

Von Mathias Christmann

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