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Prüm blickt aufgrund seiner Klostertradition auf eine lange Geschichte schulischer Bildung zurück, die von der bereits 1539 erwähnten Stiftsschule über verschiedene kirchliche und staatliche Schulformen bis in die napoleonische Zeit reicht. Nach mehreren gescheiterten Anläufen wurde erst 1852 durch Genehmigung der preußischen Regierung die Wiedereröffnung einer höheren Schule in Prüm ermöglicht und damit der Grundstein für die heutige Schule gelegt.

Abt Regino von Prüm

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Regino - ein Pionier
unseres Kalenders

Regino von Prüm, um 840 in Altrip geboren, war von 882 bis 892 Abt der Benediktinerabtei Prüm, führte sie nach Normanneneinfällen zu neuer Blüte und schuf mit dem Liber Aureus sowie dem Prümer Urbar zentrale Quellen der mittelalterlichen Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Nach seiner Vertreibung aus Prüm verfasste er in Trier bedeutende Werke wie die Weltchronik „Chronicon“ und eine musiktheoretische Schrift; heute erinnert unter anderem eine 2012 errichtete Statue hinter dem Regino-Gymnasium an ihn.

"Gerade liegt ein Jahreswechsel hinter uns. Und es ist völlig normal, dass auf den 31. Dezember 2020 der 1. Januar 2021 folgt. Doch selbstverständlich ist dies keineswegs. Denn seit gerade einmal der Hälfte dieser mittlerweile 2021 Jahre zählen wir den Lauf der Zeit auf der Basis der Geburt von Jesus Christus. Ein Pionier dieser Zeitrechnung kommt aus unserer Region: der im linksrheinischen Altrip geborene Abt Regino." [...]

Büroangestellte
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1852
Die "höhere" Schule in Prüm

Der Unterricht an der höheren Schule in Prüm begann 1852 mit 20 Schülern und entwickelte sich trotz konfessioneller Spannungen, begrenzter Klassenstufen und schwieriger Rahmenbedingungen schrittweise weiter, wobei Mädchen erst ab 1870 Zugang zu höherer Bildung erhielten. Durch den Ausbau zum Progymnasium, steigende Schülerzahlen, die Einrichtung eines Konvikts und weiterer Bildungsinstitutionen wurde die Schule schließlich 1892 zum vollwertigen Gymnasium erhoben.

1892
Das Prümer Gymnasium

​Nach seiner Erhebung zum vollwertigen Gymnasium im Jahr 1892 zählte das Prümer Gymnasium rund 207 Schüler, deren Zahl bis zum Ersten Weltkrieg nur moderat anstieg, wobei die meisten Abiturienten aus auswärtigen Regionen stammten. Mit der Verstaatlichung 1908 verbesserten sich Ausstattung und räumliche Situation der Schule deutlich, was sich unter anderem im Umbau des Abteigebäudes und im repräsentativen Kaiserbesuch Wilhelms II. im Jahr 1911 widerspiegelte.

1918 - 1933
Die Weimarer Republik

Nach dem Ersten Weltkrieg erschwerten Besatzung, Gebäudeschäden, wirtschaftliche Not und politische Krisen wie Inflation und Ruhrkampf den Schulbetrieb des Prümer Gymnasiums erheblich, der erst ab 1919 schrittweise wieder aufgenommen werden konnte. In den 1920er Jahren kam es jedoch zu wichtigen Neuanfängen, darunter die Einführung des Abiturs für Mädchen, die Aufhebung des Lehrerseminars und 1927 die Benennung der Schule nach Regino von Prüm, während die Schülerzahlen deutlich anstiegen.

ab 1945
Die Nachkriegszeit

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann das Prümer Gymnasium 1945 unter schwierigsten Bedingungen in provisorischen Räumen mit wenigen Lehrern und 126 Schülern, mit knappen Materialien, eingeschränkter Beheizung und mangelhafter Ernährung, unterstützt nur durch Hilfslieferungen. Schrittweise normalisierte sich der Unterricht, das Gymnasium erhielt seinen alten Status zurück, Lehrpläne wurden modernisiert, und erst kurz vor dem 100. Schulgeburtstag 1952 konnte die Schulgemeinschaft wieder in die ursprünglichen Räume zurückkehren.

1914 - 1918
Die Kriegsjahre

Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 wurde das Gymnasium für militärische Zwecke genutzt, viele Lehrer und Schüler wurden eingezogen, und der Unterricht war durch Kriegsereignisse stark beeinträchtigt. Die Schulchronik von 1927 schildert diese Zeit noch in patriotischer Sprache und hebt die Opfer von Lehrern und Schülern hervor, ohne den Krieg kritisch zu reflektieren.

1938
NS-Zeit

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde auch das Prümer Gymnasium gleichgeschaltet, Lehrer entlassen oder vereidigt, Inhalte ideologisch angepasst und das Schulleben zunehmend durch Parteiaktivitäten, Jugenddienst und politische Eingriffe bestimmt, wobei das Kollegium dem NS-Erziehungsanspruch teilweise Widerstand entgegensetzte. Mit dem Zweiten Weltkrieg verschärften sich die Bedingungen drastisch, bis die Schule 1944 ganz geschlossen wurde und das Abteigebäude bei Luftangriffen Ende 1944 zerstört wurde, während Prüm selbst zu großen Teilen in Trümmern lag.

(Quellen: [1] Dieser Beitrag bildet im Wesentlichen eine Kurzfassung der ausführlichen Darstellung der Schulgeschichte durch Franz Josef Faas, erschienen in: Franz Josef Faas, Regino-Gymnasium Prüm. 450 Jahre Schulgeschichte, Trier 1989. Ergänzende Informationen stammen aus: Festschrift zur 75jährigen Jubelfeier des Staatlichen Gymnasiums Prüm, 1927. Die Fotos stellte uns freundlicherweise Herr Theo Hafner aus seiner Privatsammlung zur Verfügung. Die neuere Schulgeschichte wird im Beitrag von Herrn Johannes Horn zusammengefasst.)

Neue Schul-Chronik

Von Flut, Pandemie, Krieg und großen Baustellen. Neue Doppel-Ausgabe der „Chronik des Regino-Gymnasiums“.

Das Leben am Regino-Gymnasium ist geprägt von einer Vielzahl an Ereignissen – vom kleinen Alltagsmoment bis zum großen Fest oder bedeutenden Ereignis. Das Chronik-Team dokumentiert diese Vielfalt regelmäßig, und der neue Band fasst die Jahre 2018 bis 2022 zusammen, bietet spannende Einblicke und ist zugleich lesenswerte Erinnerung für alle Regino-Fans und Freunde lokaler Geschichte.

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Erhältlich für 20 €

Buchhandlung Hildesheim

Hahnstraße 18,

54595 Prüm

Sekretariat des
Regino Gymnasiums

Im Eulenrech 7b

54595 Prüm

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Holzmodulschule

Die Modulschule Prüm am Standort Prüm in der Eifel ist ein modernes, flexibles Schulgebäude aus nachhaltigem Holz. Das Projekt setzte auf eine innovative Modulbauweise, die vollständige Rückbaubarkeit und die spätere Nutzung einzelner Module an unterschiedlichen Orten ermöglicht.

Die Modulschule wurde 2022 gebaut und im September 2023 feierlich eröffnet. Das Projekt wurde durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität (MKUEM) Rheinland-Pfalz sowie die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützt.

Mit ihrer modularen Bauweise schafft die Schule nicht nur eine naturnahe und einladende Lernumgebung, sondern steht auch für Nachhaltigkeit, Flexibilität und Zukunftsfähigkeit in der Schularchitektur.

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Der Kreuzgang

Der dreiseitige Kreuzgang liegt, ungewöhnlich für eine Benediktinerabtei, auf der Nordseite der Basilika. Wo einst die Mönche gelesen, geschrieben und gelernt haben, arbeiten jetzt die Schüler in ihren freien Stunden.

Auch wird der Kreuzgang als ständige Ausstellungsraum für Schülerarbeiten benutzt. Sowohl Arbeiten der bildenden Kunst, wie auch gelegentliche Ausstellungen aus anderen Fachbereiche sind hier zu sehen.

Das Denkmal neben der Nordwestecke des Kreuzgangs wurde am 28.01.1967 eingeweiht. Anfangs nur für gefallene Lehrer und Schüler gedacht, später für alle Opfer der beiden Kriege, ist diese Statue auch heute Anlaufstelle für Schüler in Zeiten besonderer Trauer.

Die Aula

Die Aula, oft auch Fürstensaal genannt, gehörte nicht zu den Räumlichkeiten des Klosters. Eher diente sie als Empfangssaal für den Trierer Erzbischof; die Mönche konnten nur von ihrem abgetrennten Trakt aus neidisch zuschauen. (Ist das vielleicht der Grund, warum ein kleiner Mönchskopf - man sieht ihn gut vom Rondel aus - trotzig den Prunk seines Dienstherrn anstarrt?)

Heute finden klassische Konzerte in der Aula; und einmal jährlich sammeln sich die Damen und Herren des 13. Schuljahres, um dort ihre schriftliche Prüfungen abzulegen.

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Der Innenhof

Das barocke Abteigebäude von Prüm umschließt zwei Innenhöfe – einen für den Kreuzgang und einen ehemaligen Kutschenhof. Nach Jahrhunderten des Leerstands wurde der Innenhof ab 2002 von engagierten Schülerinnen und Schülern wiederbelebt: Wege wurden angelegt, Buchshecken und Blumen gepflanzt, Rasen gepflegt und der Brunnen instandgesetzt.

Seit 2003 sorgt die Klasse 9a für die kontinuierliche Pflege. Heute erstrahlt der Barockgarten in voller Pracht – ein Ort von Geschichte, Natur und gemeinschaftlicher Arbeit.

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