Liebe Eltern und Sorgeberechtigte, Prüm, den 23.10.2020

ich hoffe, Sie schauen mit Ihren Töchtern und Söhnen auf erholsame Ferientage zurück. Vielleicht hatten Sie die Ferien anders geplant, als sie dann verlaufen sind. Doch der Herbst in der Eifel ist wunderschön. 

Seit gestern Vormittag liegt das Schreiben unserer Bildungsministerin, Frau Dr. Stefanie Hubig, vor, das diese vor den Herbstferien angekündigt hatte. Sie finden es unter dem Link: corona.rlp.de/fileadmin/bm/Bildung/Corona/Anschreiben_-_Ende_Herbstferien.pdf

Damit haben auch wir als Schule eine gewisse Planungssicherheit. In diesem Schreiben schildert die Ministerin die Dynamik der Lage, die Corona uns aufzwingt. Sie betont die Notwendigkeit einer auf die jeweilige Situation angepassten Vorgehensweise und erklärt die Rolle, die die sogenannte „Regionale Corona-Task-Force“ dabei spielt. 

Was heißt das für unsere Schule? Wie Sie aus der Presse wissen, hat der Schulträger schon am 20.10.2020 eine erweiterte Maskenpflicht an Schulen verfügt. In einer Mitteilung des Eifelkreises Bitburg-Prüm heißt es: „Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus im Eifelkreis Bitburg-Prüm einzudämmen, hat die Regionale Corona-Task Force, … heute eine Regelung für den am kommenden Montag wieder anlaufenden Schulbetrieb beschlossen: Für vorerst 14 Tage, also vom 26. Oktober bis 7. November, gilt für Schüler und Lehrer auch während des Unterrichts die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Hiervon betroffen sind alle weiterführenden Schulen im Eifelkreis Bitburg-Prüm, also Schulen ab der 5. Jahrgangsstufe. Ausnahmen gelten für Schüler und Lehrkräfte, denen aus gesundheitlichen Gründen das Tragen einer Alltagsmaske nicht zugemutet werden kann.“

Wir starten also mit allen Schülerinnen und Schülern. Alle Schülerinnen und Schüler müssen auch im Unterricht eine Maske tragen. Gleiches gilt für die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule. Diese Maßnahme ist befristet, sie gilt vom 26. Oktober bis 7. November. 

Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt bedürfen Ausnahmen eines aussagekräftigen Attestes. Aussagekräftig heißt, dass die Frage nach dem Grund für die Ausnahme beantwortet werden muss. Mit Masken sind Masken gemeint. Auch ich werde mich von meinen Fahrradtüchern verabschieden müssen. Auch face-shields sind keine Masken. Ausnahmen bedürfen eines aussagekräftigen Attestes. 

Das bedeutet für alle Mitglieder der Schulgemeinschaft eine große Belastung. Mit Sicherheit ist es sinnvoll, Ihren Söhnen und Töchtern eine hygienisch verpackte Ersatzmaske mit in die Schule zu geben. 

Damit entfällt bis zum Ende dieser Maßnahme unser bisheriges Motto: „Maske trägt, wer geht und steht.“ Nur beim Essen und Trinken kann die Maske ausgezogen werden. Natürlich werden wir mit besonderen Situationen pädagogisch angemessen umgehen. Ein Beispiel: Wenn in Kursarbeiten der Oberstufe der Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann, kann die Maske abgelegt werden. 

D.h. nicht, dass wir nun einen neuen Kursarbeitsplan erstellen können. 

Das zweite Standbein der Corona-Abwehr ist ein regelmäßiges Lüften. Hierzu finden Sie zwei Dokumente auf der Homepage des Ministeriums: corona.rlp.de/fileadmin/bm/Bildung/Corona/Handreichung_Lueften.pdf

corona.rlp.de/fileadmin/bm/Bildung/Corona/Richtig_Lueften_UBA.pdf

Die Ministerin betont in ihrem Schreiben: „Lüften bleibt also das A und O – auch in der kalten Jahreszeit. Bei einer Stoßlüftung von drei bis fünf Minuten sinkt die Raumtemperatur vorübergehend um etwa drei Grad.“

Da wir diese Stoßlüftung alle zwanzig Minuten für drei bis fünf Minuten durchführen werden, bitte ich Sie darauf zu achten, dass Ihre Kinder bei der Bekleidung dem „Zwiebelprinzip“ folgen. Insbesondere wer an den Fensterplätzen sitzt, sollte einen Schaal oder eine Mütze mitbringen. 

Mitte nächster Woche wird vom Schulträger noch ein Körpertemperaturmessgerät am Eingang installiert. Wir warten die Einweisung ab. Zur in den Medien vielfach diskutierten Frage nach der Anschaffung mobiler Luftreinigungsgeräte erlaube ich mir erneut das Schreiben der Ministerin zu zitieren: „Wir wollen sicherstellen, dass auch dort, wo die Fenster nicht umgebaut werden können und kein ausreichendes Lüften möglich ist, Räume für den Unterricht genutzt werden können. Derzeit wird in Abstimmung mit den Kommunalen Spitzenverbänden die Förderrichtlinie erarbeitet. Diese sieht vor, dass eine Nutzung von mobilen Luftreinigungsgeräten im Einzelfall für Schulräume möglich ist, die benötigt werden und nicht gut zu belüften sind.“ (S.4)

Angesichts dieser Ausgangslage findet der Elternsprechtag am Dienstag, dem 03.11.2020, nicht in der geplanten, ohnehin ja schon reduzierten Form statt. Dennoch – bis auf die angesetzten Kursarbeiten in der Jahrgangsstufe 13 – entfällt am 03.11.2020 der Unterricht am Vormittag. In der Regel finden also keine Gespräche in der Schule statt. Sie erreichen die Kolleginnen und Kollegen zu den ausgemachten Terminen entweder auf fernmündlichem oder digitalem Wege.  Auf der Homepage werden in der nächsten Woche dazu weitere Informationen folgen. Am besten geben Sie, liebe Eltern, Ihren Kindern auf dem „Laufzettel“ die Telefonnummer an, unter der Sie an diesem Tag zum dem ausgemachten Zeitpunkt zu erreichen sind. 

Das Maskengebot wird insbesondere den Sportunterricht verändern. Unsere Sportlehrer/-innen haben das gründlich besprochen. Bewegung ist ihr oberstes Ziel. Um die Sporthalle zu entlasten, werden die Kolleg(inn)en Spaziergänge mit Bewegungsangeboten anbieten. Dann muss die Kleidung wetterfest (Regenjacke) und den Temperaturen entsprechend sein. Die Sportlehrer/-innen werden den Kindern jeweils rechtzeitig sagen, was in der konkreten Sportstunde geplant ist.  

Sie sehen, liebe Eltern, und gewiss habt auch Ihr, liebe Schülerinnen und Schüler, mitgelesen: Das nächste Quartal wird uns alle vor einige Herausforderungen stellen. Unsere gemeinsame Zielsetzung ist klar:

1) Es geht um den Schutz der Gesundheit aller Mitglieder der Schulgemeinschaft. 

2) Es geht darum, allen Schülerinnen und Schüler ein Maximum an „Unterricht ohne Vorsilbe“ zu ermöglichen.

3) Es geht im Besonderen darum, die Schülerinnen und Schüler unserer Jahrgangstufe 13 in größtmöglicher Ruhe auf ihr Abitur vorzubereiten.

Um diese Ziele zu erreichen, brauche ich Ihre und Eure Hilfe, liebe Eltern und liebe Schüler/-innen. Die nächsten Monate werden anstrengend. Aber das waren auch die Monate März bis Juli. Wir haben die Herausforderungen jener Monate bewältigt, indem wir uns täglich den Problemen gestellt haben. Wir haben geduldig analysiert, flexibel reagiert und auf allen Ebenen sowie permanent kommuniziert. Wir haben also als Schulgemeinschaft bewiesen, dass wir das können. Wenn zu diesem Könnensbewusstsein noch die Disziplin, die Corona uns in der kalten Jahreszeit abverlangt, und jene Solidarität hinzukommen, die wir sowohl vulnerablen Schüler/-innen oder Kolleg(inn)en als auch der Abiturientia auf dem Weg zu den großen Prüfungen schulden, können wir mit konzentrierter Gelassenheit in das nächste Quartal gehen. 

Erlauben Sie mir eine Bitte zum Schluss, liebe Eltern. Sie alle kennen das Merkblatt des Bildungsministeriums zum Umgang mit Erkältungssymptomen. corona.rlp.de/fileadmin/bm/Bildung/Corona/Merkblatt_Umgang_mit_Erkaeltungssymptomen_in_Kita_Schule.pdf

Wenn die dort beschriebene Verknüpfung von Symptomen vorliegt, lassen Sie bitte Ihre Tochter oder Ihren Sohn zu Hause. Wir werden, das versichere ich Ihnen, entsprechend großzügig entschuldigen. Ich empfand es in den letzten Monaten als ausgesprochene Stärke unserer Schule, dass wir offen und vertrauensvoll mit den anstehenden Fragen umgehen können. Ich habe zahlreichen Telefonate mit Eltern in Sachen Corona geführt und darf behaupten, aus Erfahrung zu sprechen. Melden Sie sich, wenn Sie Fragen haben. Wir kümmern uns um Ihre Fragen oder die Ihrer Kinder.  

Ausdrücklich bedanke ich mich für das Vertrauen, das durch diese Gespräche zum Ausdruck kommt. 

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein schönes Wochenende, 

und allen einen guten Start in ein besonderes Quartal und 

verbleibe mit den besten Grüßen

 

Albrecht Petri

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