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Abt Regino von Prüm

Regino-Statue von Peter Weiland. Im Hintergrund der Ostflügel des nach ihm benannten Gymnasiums.

Der Namensgeber unserer Schule ist seit 1927 der Abt Regino von Prüm.

Regino wurde um 840 n. Chr. in Altrip bei Speyer als Sohn einer Adelsfamilie geboren.

Von 882 bis 892 war er der siebte Abt der im Jahre 751 gegründeten Benediktinerabtei, in deren Gebäude bis heute unser Gymnasium untergebracht ist.

Als Prümer Abt führte er nach zwei verheerenden Normanneneinfällen 882 und 892 die Benediktinerabtei zu neuer Blüte.

Im Liber Aureus, dem Goldenen Buch, ließ er die vorhandenen Urkunden über den Prümer Grundbesitz kopieren und mit dem Prümer Urbar legte er ein umfangreiches Güterverzeichnis der mächtigen Abtei an, aus heutiger Sicht eine wichtige Quelle der Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Mittelalters und vielfach die erste urkundliche Erwähnung zahlreicher Orte, die zu dieser Zeit zum Herrschaftsbereich der Abtei Prüm gehörten.

Aus seiner Feder stammt zudem ein Handbuch für bischöfliche Visitationen, das einen umfangreichen Fragenkatalog für die mittelalterlichen Sendgerichte enthält. 899 verließ Regino enttäuscht das Prümer Kloster, nachdem ihn lokale Adlige aus dem Amt gedrängt hatten. Er fand Zuflucht beim Bischof von Trier. Dort verfasste Regino u. a. seine Weltchronik „Chronicon“, die von Christi Geburt bis zum Jahr 906 reicht, und das musiktheoretische Werk „de harmonica institutione“.  Regino starb 915 und wurde in St. Maximin in Trier bestattet.

Seit wenigen Jahren befindet sich Regino wieder in der Nähe seiner ehemaligen Abtei, zumindest als Statue. Im Jahr 2012 wurde das Kunstwerk des heimischen Bildhauers Peter Weiland hinter dem Regino-Gymnasium als Teil des Karolingerweges rund um die St. Salvator Basilika aufgestellt.


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