20.05.2019 :: Regino unterwegs / Austauschfahrten / Romain-Rolland-Programm / 

Romain-Rolland-Programm 2016: Schüler berichten

Aus dem Informationsschreiben der ADD zum Romain-Rolland-Programm

„Das Schüleraustauschprogramm zwischen den Partnerregionen Rheinland-Pfalz und Burgund bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Kenntnisse der Nachbarsprache zu vertiefen und ermöglicht ihnen einen guten Einblick in die Kultur und das Alltagsleben einer der Partnerregionen. Der zweiwöchige individuelle Aufenthalt in der Partnerregion fördert darüber hinaus eigenverantwortliches Handeln und Selbstvertrauen und vermittelt Schlüsselkompetenzen des interkulturellen Lernens.

Kriterien für die Aufnahme in das Programm Das Programm richtet sich an motivierte Schülerinnen und Schüler, deren Sprachkenntnisse ihnen die Teilnahme am Unterricht in der Partnerregion ermöglichen. Das Leben in einer zunächst fremden Umgebung erfordern von den Jugendlichen außerdem große Eigenständigkeit, Offenheit sowie ein hohes Maß an Toleranz. Auch die Bereitschaft, sich für kurze Zeit ggf. auf andere Lebensumstände als die gewohnten einzulassen, ist unbedingte Voraussetzung für einen erfolgreichen Austausch.“

Folgende Schülerinnen und Schüler haben teilgenommen: Benjamin Esch (9a1) mit Jules Gansemer aus Chagny, Philipp Rehm (9a1) mit Baptiste Koestel aus Avallon, Sophia Theis (9a2) mit Marie-Anais Bonnamour aus Laignes, Timo Wolf (9a2) mit Charlélie Tasserie-Vincent aus Pont-sur-Yonne, Luca Dimmer (9a2) mit Elio Coste aus Sombernon und Marie Kling (9n) mit Agathe Cousin aus Dijon.

Stimmen der Schülerinnen und Schüler:

Sophia Theis, 9a2: „Der individuelle Austausch hat mir sehr gut gefallen. Besonders die 2 Wochen, die ich bei meiner Austauschpartnerin in Frankreich verbracht habe waren toll. Ich habe mich super mit meiner Austauschpartnerin verstanden und dadurch habe ich mein Französisch auch sehr verbessern können. Wir haben uns viel unterhalten, immer auf Französisch, und auch in ihrer Klasse konnte ich mich gut mit den anderen Schülern verstehen. Sie waren alle sehr gastfreundlich und ich habe mich in der Schule sehr wohlgefühlt. Es war auch interessant, das französische Schulsystem kennenzulernen. Der Tagesablauf ist sehr anders. Er ist zwar viel länger, was nicht unbedingt so toll ist, aber dafür hat man eine lange Mittagspause, in der man gemeinsam mit seinen Freunden erst in der Kantine zu Mittag isst, und dann noch mit ihnen Zeit verbringen kann auf dem Schulhof oder im CDI. Auch die Stunden im CDI, also generell das Fach Permanence, finde ich sehr gut. Was ich etwas schade fand, war, dass die französischen Schüler nur 3 Stunden Deutsch in 2 Wochen hatten. Es war auch so, dass wir besser Französisch konnten, als unsere Austauschschüler Deutsch, obwohl sie länger Deutsch haben als wir Französisch. Aber ich denke, die Austauschpartner konnten auch bei uns viel Deutsch lernen, einfach mal unseren Schulalltag kennenlernen und auch etwas von unserer Kultur sehen. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, sie zwei Wochen mit durch seinen Alltag zu nehmen. Und auch dort war es schön, zwei Wochen in einer Familie zu leben und zu sehen, wie es so ist. Besonders dadurch, dass die Familie die ganze Zeit Französisch gesprochen hat, mich auch immer auf Französisch Dinge gefragt hat, habe ich viele neue Vokabeln gelernt. In den ersten Tagen war es etwas schwierig, aber es ging erstaunlich schnell, sich daran zu gewöhnen, nur noch Französisch zu hören und zu sprechen. Ich habe mich schnell auf meine Austauschschülerin eingestellt, sodass sie mir immer helfen konnte und mir alles mit einfachen Vokabeln erklärt hat, nachdem sie wusste, welche Vokabeln ich ungefähr kenne. Und sie hat mich auch immer gut verstanden, nachdem sie sich so an mein Französisch gewöhnt hatte. Wir sind richtig gute Freundinnen geworden und wollen auch jetzt weiter in Kontakt bleiben.

Alles in allem fand ich den Austausch sehr schön und auch lehrreich und würde ihn jederzeit wiederholen und kann auch anderen Schülern nur raten, diese Chance zu nutzen und mitzumachen, denn es gibt keinen besseren Weg, eine Fremdsprache zu erlernen.“

Timo Wolf, 9a2: „Der Aufenthalt in Frankreich war sehr interessant und lehrreich. Es hat mir persönlich sehr gut in Frankreich gefallen. Es war toll, einen Einblick in das Schulsystem Frankreichs zu bekommen, das aber um einiges strenger und komplizierter ist als unseres. Was ich ein wenig schade fand, war das keiner der Lehrer (an meiner Gastschule) auf die Austauschschüler eingegangen ist, aber ansonsten war das gesamte Umfeld dort toll. Das Wohnen in meiner Gastfamilie war sehr schön, da diese so viel wie möglich mit mir unternommen hat.

Während mein Austauschpartner hier in Deutschland war, haben wir versucht, ihm das Leben und die Region näher vorzustellen. Ich persönlich war froh, dass sowohl unsere Schule, als auch unsere Lehrer so sehr auf die Partner eingegangen sind. Dadurch haben diese sich gleich schon viel wohler gefühlt. Da es sich anbot, haben wir auch mit einigen der Franzosen in einer kleineren Gruppe getroffen. So konnten die Franzosen untereinander auch neue Freundschaften schließen und ich denke, es hat ihnen hier bei uns gut gefallen.“

Benjamin Esch, 9a1: „Während des Austausches habe ich mit meinem Gast so viel wie möglich unternommen. Er hat mich während meiner Freizeitaktivitäten und dem Schulaufenthalt, in dem er leider weniger zu tun hatte, begleitet und sich daran beteiligt. Ich glaube, dass er bei meinen Freizeitaktivitäten großen Spaß hatte, jedoch in der Schule weniger, da er nicht genug Deutsch verstanden hat bzw. die Lehrer sehr schnell gesprochen haben. Leider hat das Wetter nicht so mitgespielt, wie ich gehofft hatte. Während eines Ausflugs nach Bonn haben wir das Haus der Geschichte besucht und in Köln waren wir im Dom und sind auch ein wenig in der City herumgelaufen. Ich glaube, dass wir beide bei dem Austausch viel über das jeweilige GAstland lernen konnten, vor allem über die unterschiedlichen Schulsysteme, wobei die Lehrer teilweise sehr unfreundlich gegenüber den Schülern waren. Ich möchte nicht festlegen, dass das an allen Schulen so ist, jedoch war es in Chagny leider der Fall.“

Philipp Rehm, 9a1: „Mein Partnerschüler wohnte in einem kleinen Ort bei Avallon und Ende September fuhr ich mit 150 anderen Schülerinnen und Schülern von Trier aus nach Dijon wo uns unsere Gastfamilien abholten. 

Für zwei Wochen bin ich dann mit Baptiste in seine Schule gegangen. Hier war an jedem Tag Unterricht bis 17.00 Uhr und eine Schulstunde dauerte 55 min. Ganz schön lange! Besonders witzig war natürlich der Deutschunterricht und auch in Englisch kam ich sehr gut mit. Bei den anderen Fächern dauerte es eine Zeit, bis ich mich ein wenig reingehört hatte.

Ich war mit Baptiste auch beim Basketballtraining und wir haben die Gegend um Avallon besichtigt. Besonders lecker war das Essen in Frankreich – sowohl zuhause als auch in der Schulmensa. Seine Familie war sehr nett. 

Mitte November kam Baptiste dann für zwei Wochen zu uns und ging mit mir zur Schule und zum Handball. Wir haben mit ihm Ausflüge nach Bonn, Köln und Mainz gemacht und sehr viel gelacht, wenn mal wieder keiner einen richtigen Satz zustande gebracht hat. 

Eigentlich habe ich in Frankreich mehr Deutsch gesprochen und als er hier war mehr Französisch. Französisch schreiben ist immer noch schwierig, aber ich verstehe jetzt viel mehr als vorher. Der Austausch hat wirklich sehr viel Spaß gemacht.“

Romain-Rolland-Austauschprogramm 2015 mit Burgund

Vier Schülerinnen der Klassen 9a2 und 9p haben am individuellen Austausch teilgenommen und berichten von ihren Erfahrungen. Im Januar werden die französischen Schülerinnen zu Gast sein am Regino-Gymnasium.

Schüleraustausch nach Frankreich vom 03.10. - 17.10.2015
Um an dem Schüleraustausch nach Frankreich in die Region Burgund teilnehmen zu können, musste man eine mehrseitige Bewerbung ausfüllen und an die ADD schicken. Diese umfasste sowohl allgemeine Dinge wie Wohnort und Schule, als auch persönliche Fragen zu Familie, Freunde und Interessen. Außerdem musste man angeben, wie lange man schon Französisch und andere Fremdsprachen man in der Schule lernt. Nachdem der positive Bescheid gekommen war, sollte man sofort mit seinem Austauschschüler Kontakt aufnehmen, um den Austausch vorzubereiten.
Am 03.10.15 ging das Erlebnis los. Drei verschiedene Busse sind im Rahmen des Schüleraustauschs nach Burgund gefahren. Vorher wurde uns per Post mitgeteilt, mit welchem der drei Busse wir fahren. Dann wurde unser Gepäck aufgeladen und wir sollten uns von unserer Familie verabschieden. Die Fahrt dauerte fünf Stunden, nach drei Stunden wurde eine einstündige Pause auf einem großen Rastplatz gemacht. Kurz vor Dijon wurde uns genau erklärt, dass wir unsere Gastfamilien suchen sollten und uns bei dem Betreuer des jeweiligen Busses abmelden sollten. Ab diesem Zeitpunkt waren wir komplett auf uns alleine gestellt bzw. auf unsere Gastfamilien angewiesen.
Nach zwei Wochen, dem 17.10.15 ging es wieder zurück nach Trier. Manchen hat der Schüleraustausch sehr gut gefallen und sie sind traurig, dass sie fahren mussten. Andere waren dafür umso glücklicher, ihre Familien wiederzusehen. Im Bus wurde noch ein Zettel verteilt, auf dem wir unsere Erfahrung und Resonanz vermerken und abgeben konnten.
Eigentlich sollten unsere Gastschüler vom 14.11.15 bis zum 28.11.15 nach Deutschland kommen, aber auf Grund der Terroranschläge in Paris konnte dies nicht mehr stattfinden, da in ganz Frankreich Schulfahrten aller Art verboten waren. Der Rückbesuch ist für den 16.01.16 bis zum 30.01.16 geplant.

Nadine Strauch, 9a2

Der Schulalltag in Frankreich

Die Schule beginnt um 8:30. Kurz vorher werden die Tore des umzäunten Geländes geöffnet und alle Schüler gehen auf den Schulhof. Dort sind Kästen gemalt, in welchen der jeweilige Klassenname steht. Die Klassen stellen sich dann in ihre Kästchen. Sie werden dort vom Lehrer abgeholt und gehen mit ihm in die Klasse. Dies passiert nach jeder Pause. Anders als in Deutschland, haben die Lehrer in Frankreich ihre eigenen Räume und die Schüler kommen zu ihnen. Im gesamten Schulgebäude herrscht ein striktes Handyverbot. Die Schüler haben jeden Tag, außer mittwochs, Nachmittagsunterricht, der oft bis 18:00 dauert. Wenn ein Lehrer fehlt, fällt der Unterricht aus. Meistens gehen sie dann in das „CDI“, eine Mediothek, wo sie sich still beschäftigen. Alle Schüler haben sogenannte „Carnets“, auf diesen stehen der Name, die Klasse, ein ausführlicher Stundenplan und wann die Schüler in der Kantine essen und wann nicht. Außerdem klebt ein Bild des Schülers darauf. Wenn man im Unterricht zu laut ist oder in irgendeiner anderen Form stört, wird das im „Carnet“ notiert. Wenn die Schüler das Schulgelände verlassen möchten, weil sie Mittagspause haben oder eine Stunde ausfällt, steht am entweder ein Lehrer oder eine Aufsichtsperson, ein sogenannter „Surveillant“, und jeder muss sein „Carnet“ vorzeigen und es wird kontrolliert, ob man wirklich raus darf. Wenn während des Unterrichts ein anderer Lehrer den Raum betritt, stehen alle auf, um diesen zu begrüßen. Meiner Meinung nach werden die Lehrer in Frankreich sehr schnell laut und die Schule ist viel strenger als bei uns.

Leoni Schütz, 9a2

Freizeitaktivitäten während des Frankreichaustauschs

Meine Austauschschülerin ist eine sehr engagierte und erfolgreiche Reiterin und nahm an einem Reitturnier teil, als ich dort war. Das war am zweiten Wochenende und es war sehr interessant, um zu sehen, wie so ein Reitturnier abläuft. Sie hatte ihr eigenes Pferd dabei und ich durfte auch reiten. Wenn wir zu Hause waren, ging sie drei Mal in der Woche zu einem Reiterhof, wo ihr Pferd stand. Ihr Hobby war eindeutig das Reiten und es war toll, in einer Familie zu leben, die viel mit ihren Pferden unternehmen.

Außerdem ist der Vater meiner Austauschschülerin Pilot und er hatte ein kleines Privatflugzeug für zwei Personen auf einem kleinen Flugplatz in Maçon. Er lud mich ein, eine Runde zu fliegen. Das war eine echte Lebenserfahrung, denn wir hatten eine Sicht auf die französischen Alpen. Wir sind über das Haus meiner Gastfamilie geflogen und über zwei besondere Felsen, die die Franzosen „les Laroches“ nennen. Das Fliegen war für mich eine einmalige Chance.

Dann waren wir noch in Maçon shoppen. Ich wurde nicht fündig, doch meine Austauschschülerin fand viele schöne Sachen.

An einem anderen Tag sind wir mit ein paar Freunden von ihr und einer anderen Deutschen in die Stadt Cluny gegangen, wo wir auch zur Schule gingen. Wir aßen etwas in einem kleinen Restaurant und hatten richtig viel Spaß.

Insgesamt war nicht viel Freizeit mehr übrig, da die Franzosen bis manchmal fünf Uhr Schule haben, aber dafür haben sie schon noch viele Hobbies.

Die zwei Wochen in Frankreich waren sehr ereignisreich, aber sehr schön und lehrreich.

Mareike Vos, 9a2