Nachdem die Mädchenmannschaft des Regino-Gymnasiums Prüm mit Katja Schönewald, Melissa Henkes, Katrin Stahl, Manuela Schönewald, Julia Krämer und Lena Gierenz sensationell die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft im Schulschach gewonnen hatte, war sie für die 4-tägige Endrunde der Deutschen Schulschachmeisterschaft in Murrhardt (Württemberg) qualifiziert. Doch hier gab es Schwierigkeiten: Da man erst sehr spät einen Ausrichter für dieses Turnier fand, wurden keine Sponsoren gefunden, sodass erhebliche Kosten für die Teilnehmer für Unterkunft und Verpflegung entstanden. Diese Kosten wurden dankenswerterweise gemeinsam von der Schülervertretung, dem Verein der Ehemaligen und Freunde und dem Förderverein des Regino-Gymnasiums sowie der Stadt Prüm und der Schachjugend Rheinland geschultert. Die Mannschaft fuhr nun mit gemischten Gefühlen ins Schwabenland. Einige Schülerinnen waren recht unbeschwert, da man bisher ja schon weit mehr als erwartet erreicht hatte und damit nichts mehr zu verlieren hatte, andere Schülerinnen hatten angesichts der Tatsache, dass man es hier ja fast nur noch mit Landesmeistern zu tun hatte, ein wenig Sorge, ob sie hier nicht vielleicht doch unter die Räder kommen würden.
Zunächst schienen die Skeptikerinnen Recht zu behalten, denn das erste Spiel wurde gleich mit 0:4 gegen die sehr starken Karlstädterinnen (Bayern) verloren. Aber die eigene gute spielerische Leistung gab trotz der Niederlage keinen Anlass zur Niedergeschlagenheit und so gewann die Mannschaft gleich anschließend gegen Saarbrücken mit 4:0 und zerstreute damit bereits die anfänglichen Bedenken. Auch das dritte Spiel gegen Potsdam wurde ziemlich klar mit 3,5:0,5 gewonnen. Danach verlor die Mannschaft das Spiel gegen die Rüdesheimerinnen, die eine prächtige Form erwischten, mit 0:4. Danach hatte man es mit den noch stärker eingeschätzten Wattenscheiderinnen zu tun, gegen die man sich bei der 1:3-Niederlage sehr tapfer schlug. Schließlich ging es gegen die 2.Mannschaft des Athenaeums Stade und hier erzielte Prüm ein für Stade schmeichelhaftes 2:2. Im letzten Spiel gab es gegen Seifhennersdorf (Sachsen) noch einen glatten 3,5:0,5-Sieg. Damit belegte die Mannschaft mit ausgeglichenem Punktekonto den nie erwarteten 8.Platz von 16 teilnehmenden Mannschaften und steigerte damit in diesem elitären Feld sogar noch einmal die Leistungen von der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft.
Die Mannschaft wurde von OStR Walter Bruchertseifer betreut.