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03.09.2010 :: Ruanda - Tag / 

Flyer zum Ruandatag (Anklicken vergrößert)

Große Ereignisse schicken ihre Boten voraus

Erstaunt hat sich wohl mancher die Augen gerieben und noch einmal hingeschaut. Giraffen und ein Gorilla stehen tatsächlich mitten in Prüm auf dem Hahnplatz. Sie sind das Ergebnis einer Projektarbeit von Schülern des Regino-Gymnasiums. Sie sind Vorboten des Ruanda Tages am 18.09. in Prüm.

Anlässlich von 25 Jahren Partnerschaft zwischen Prümer und anderer rheinland-pfälzischer Schulen mit Schulen im Partnerland Ruanda wird am 18.9.2010 der Ruanda-Tag des Landes in Prüm stattfinden.  Neben dem Schirmherrn, Landrat Dr. J. Streit, werden Ministerpräsident Kurt Beck, die ruandische Botschafterin Christine Nkulikiyinka, Staatssekretär Lewentz, der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins RLP - Ruanda, Dr. Auernheimer, um nur einige Namen zu nennen, an dieser Veranstaltung teilnehmen.
Das Regino - Gymnasium und die Kaiser-Lothar-Realschule sind als Veranstalter mitten in der heißen Phase der Vorbereitungen. Zum ersten Mal werden auch Schüler des Petit Séminaire in Butare, der Partnerschule des Regino – Gymnasiums, nach Deutschland kommen.
”Wir erhoffen uns von diesem großen Tag eine Vertiefung der Beziehungen zwischen den ruandischen und deutschen Partnern ebenso wie die Teilnahme der Menschen des Prümer Landes an den Feierlichkeiten”, so Mechthild Ballmannn vom Regino-Gymnasium.
(rg/     Foto:Udo Schikora

Freundlicherweise von www.pruemnetz.de  zur Verfügung gestellt.

Schüler und Lehrer des Petit Séminaire Virgo Fidelis in Ruanda fiebern ihrem Besuch der Partnerschule, dem Regino – Gymnasium, entgegen!

Nun ist es offiziell: Am 12. September werden 7 Schüler, zwei Direktoren des Petit Séminaire, ein ehemaliger Schüler, der den Beginn der 25-jährigen Partnerschaft mit dem Regino-Gymnasium noch als Schüler miterlebt hat, und eine Dolmetscherin das Flugzeug in Kigali besteigen und die aufregende Reise nach Deutschland antreten. Fast zwei Wochen lang werden sie Gelegenheit haben, den Kontakt zu den Schülern unserer Schule und das Leben hier in der Eifel kennen zu lernen. Kolleginnen und Kollegen des Regino-Gymnasiums werden nun ein Programm für diese Gastschüler und –lehrer zusammenstellen, das neben all´ den vielen Aufgaben zur Vorbereitung des rheinland-pfälzischen Ruanda – Tages eine weitere Herausforderung darstellt.
Von zwei „Weltwärts“ Freiwilligen, die ein Jahr lang im Koordinationsbüro des Landes Rheinland-Pfalz in Kigali tätig waren, sind die Schüler auf ihr großes Abenteuer in Deutschland vorbereitet worden. Zusätzlich findet am 4.9. in Vorbereitung dieser Reise ein großes Volleyball – Turnier zwischen fünf ruandischen Schulen in Butare statt, das von den entsprechenden Partnerschulen in Deutschland gesponsert worden ist – auch von uns! – und das natürlich in Verbindung steht mit dem Volleyball – Turnier, welches am 18.9. in der Prümer Hauptschule stattfinden wird.
 
Wir freuen uns darauf, dass der Ruanda – Tag  in Prüm viele Afrika- und Ruanda - Freunde zusammenführen und gleichzeitig die 25-jährige Partnerschaft zwischen dem Petit Séminaire und dem Regino-Gymnasium gebührend feiern wird.

Ruanda-Solidaritäts-Aktion in Prüm mit großer Kundgebung auf dem Hahnplatz

Donnerstagmorgen 8 Uhr  auf dem Hahnplatz Prüm:
Schüler des Regino-Gymnasiums unter Leitung von Herrn Packmohr sind in Aktion. Sie postieren zehn Spinning – Räder auf dem Hahnplatz Plateau und bereiten sich darauf vor, kräftig in die Pedale zu treten. Gleichzeitig stellen Schülerinnen der Ruanda - AG Stelltafeln auf, die auf die Aktion hinweisen: drei Mannschaften à zehn sportliche Menschen radeln insgesamt vier Stunden lang für die Partnerschulen der des Regino - Gymnasiums und der Realschule. Die Räder werden vom FIT-INN Sportstudio gestellt und eine Trainerin des Studios gibt Anweisungen, wie schnell zu radeln ist und wie „steil der zu bewältigende Anstieg“.

Diese Spinning-Rad-Aktion wird von Grohmann Engineering  mit 15 € pro Rad und Stunde gesponsert.

Zur gleichen Zeit absolvieren die Schülerinnen und Schüler der Kaiser-Lothar Realschule ihren Solidaritätsmarsch für ihre Partnerschule und ebenfalls zur gleichen Zeit startet die „Fair - Play Tour d´Europe“  die  fünfte Etappe ihrer 780 km langen Wochentour, die sie heute von Neuerburg ins belgische Bütgenbach führt. Hier sind 250 Schüler mit ca. 70 Betreuern unterwegs: sie wollen den Gedanken des Fair-Play transportieren, sie wollen Leistung zeigen und gleichzeitig Solidarität üben mit den Schülern in Ruanda, die die Chance auf neue Schulgebäude und gute Schulbildung erhalten sollen.

Um ca. 11h30 treffen die ersten Schülergruppen der Realschule auf dem Hahnplatz ein und können sich mit Getränken - gesponsert von Gerolsteiner – erfrischen. Um kurz nach 12 Uhr treffen die Radfahrer aus Neuerburg in Prüm ein, auf dieser Etappe begleitet von der ruandischen Botschafterin Christine Nkulikiyinka auf dem Tandem, aber auch von Vertreterinnen des Ruanda-Referates im Mainzer Innenministerium und der Partnerschaftsverein Rhld-Pfalz – Ruanda.

Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy und Verbandsbürgermeister Alois Söhngen begrüßen die Gäste und die Jugendlichen herzlich und weisen auf die Bedeutung des Solidaritäts- und Partnerschaftsgedankens hin, ebenso wie auf den am 18.9.10 in Prüm stattfindenden Ruanda-Tag. Die ruandische Botschafterin bedankt sich für den herzlichen Empfang der „Fair-Play-Tour“ in Prüm und wünscht den Solidaritäts – Aktionen viel Erfolg. Sie freut sich schon auf den Ruanda-Tag in Prüm, bei dem sie natürlich anwesend sein wird.

Herzlich wird die große Radfahrgruppe auf ihre weitere Strecke verabschiedet.

(Das Regino - Gymnasium wird am Montag, den 28.6. seinen Solidaritäts-Marsch für die Partnerschule in Butare  absolvieren.)

Ruandische Ministerin zu Gast am Regino-Gymnasium

Am Tag nach dem Rheinland-Pfalz-Tag in Neustadt beehrte die ruandische Ministerin für lokale Angelegenheiten das Regino-Gymnasium mit ihrem Besuch. In Begleitung von Frau Mona Harbich, Mitglied des Ruanda-Referats im Innenministerium von Rhld-Pfalz und dort zuständig für Schulpartnerschaften mit Ruanda, und einer Dolmetscherin kamen die Gäste kurz vor Mittag in Prüm an.
Dort wurden Sie von Oberstudiendirektor P. Pelz und Stadtbürgermeisterin M. Weinandy in der Aula der Schule willkommen geheißen. Jana Bauer aus der Klassenstufe 10 informierte die Gäste an Hand einer Powerpoint – Präsentation in englischer Sprache über die langjährige Partnerschaft zwischen de4m Petit Séminaire Virgo Fidelis in Butare und dem Regino-Gymnasium.
Anschließend führte sie Herr Gieraths durch unsere Mediothek.
  Nach einem kurzen Besuch der Ministerin im Unterricht des Englisch-LK´s bei Frau van der Graaf begab sich die Gruppe bei strahlendem Sonnenschein in den Innenhof des Gymnasiums, wo von Schülern gestaltete typische ruandische Tiere zu bewundern waren, nämlich ein Berggorilla und eine Giraffenfamilie, die noch im Bau befindlich ist.
  Die Ministerin zeigte sich beeindruckt von den Aktivitäten am Regino-Gymnasium, ebenso von dem schönen Schulgebäude und der Mediothek. Gerne beantwortete sie die Fragen der Schülerinnen und Schüler der Ruanda-AG. Da ihr Terminkalender prall gefüllt war, endete der kurze Besuch am Gymnasium mit einem gemeinsamen Mittagessen der Delegation in der Alten Abtei, zu dem die Frau Stadtbürgermeisterin und Verbandsbürgermeister A. Söhngen geladen hatten und dem sich neben Frau Schleßmann von der Realschule auch Herr Gieraths und Frau Ballmann anschlossen.

Bilder von Elfi Sklepik

Die weit über die Grenzen der Eifel bekannte Künstlerin Elfi Sklepik
(www.e-sklepik.de)  hat sich bereits seit mehreren Jahren mit dem Gedanken getragen, die Partnerschaft des Landes Rheinland-Pfalz mit Ruanda zu unterstützen. Aus diesem Grunde stellt sie im Zusammenhang mit dem Ruanda-Tag 2010 in Prüm etliche Bilder ihrer schöpferischen Phasen für den Verkauf bzw. eine Versteigerung zur Verfügung. Auf unserer Internetseite finden Sie eine Liste der Bilder jeweils mit Bemaßung und Preis (VB).
Diese Bilder können ab sofort käuflich erworben werden. Nach dem Motto „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“ werden die Bilder abverkauft.

In natura können die Bilder nach den Sommerferien in der Volksbank in Prüm in Augenschein genommen werden.    

Einzelne Bilder werden am Ruanda-Tag in der Aula des Regino-Gymnasiums versteigert.

Neues aus Butare

Die Spannung wächst, da sich der Ruanda-Tag nähert, nicht nur bei uns in Prüm

Die Einladungen an die Volleyball-Mannschaft des Petit Séminaire, unsere Partnerschule in Butare, sind fertig und werden binnen kurzem abgeschickt.

Sieben Schüler werden zum ersten Mal den afrikanischen Kontinent verlassen; sie werden vom ehemaligen Direktor, Herr Msgr. Gahizi, dem neuen Direktor der Partnerschule, Herr Musinguzi, und Marie-Claire Niyoyita zu uns ans Regino-Gymnasium begleitet.

Es herrscht große Aufregung in Butare, so berichtet man uns; ein großes Kulturfest in Vorbereitung dieses ersten echten Austausches zwischen den beiden Schulen soll Anfang September stattfinden. Zusätzlich werden die Volleyballer, die uns besuchen werden, einen vorbereitenden Work-Shop absolvieren.

So fühlen wir uns verbunden mit unseren Partnern in Ruanda, während auch wir in großen Schritten auf den geplanten Solidaritätstag und die Projektwoche zum Thema Afrika zugehen.

Schwester Margret Tovar

Am Dienstagmorgen, 27.4., sind für die Klassen 8 und einige der Klassen 10 zwei besondere „Unterrichts"stunden angesagt: eine „Missionsschwester unserer Lieben Frau von Afrika" ist aus Trier angereist, um von ihrem Leben in Ruanda und im Kongo zu berichten, wo sie von 1971 bis 2001 tätig war. Unmittelbar nach ihrem Lehrerinnenexamen hat sie sowohl in ruandischen und kongolesischen Schulen unterrichtet, als auch Lehrerinnen und Lehrer für den Dienst an den Schulen ausgebildet.

Einen Tisch und einige Stühle hat sie mit ruandischen Gebrauchsgegenständen, mit Stoffen und Produkten ruandischen Kunsthandwerks „dekoriert". Begeistert und lebendig erzählt sie von ruandischen Traditionen wie zum Beispiel der hohen Wertigkeit von Kühen oder von den Relikten der deutschen Kolonialherrschaft in Ruanda:

So heißen die Deutschen in Ruanda immer noch „abadage", sie sind die, die immer „Tag" sagen.

Anhand des ausgestellten Anschauungsmaterials bringt sie den Schülerinnen und Schülern das tägliche Leben der Menschen in Ruanda nahe, stellt das Alltagsleben aber auch in den globalen Zusammenhang.

Hoffnung macht in diesem Zusammenhang die Cleverness, die Wissbegier und der Erfindungsreichtum der Jugend Ruandas, die sich trotz schwieriger Ausgangsbedingungen mit Fleiß und Ausdauer bessere Zukunftschancen erarbeiten möchte.

Schwester Margret beantwortet ausführlich alle Schülerfragen und wird nach jeweils einer Doppelstunde mit Applaus verabschiedet.

Murakoze, Schwester Margret – Danke!

Ruanda ist ein Binnenland ohne Zugang zum Meer, was sowohl den Import als auch den Export von Waren sehr erschwert und verteuert. Als eines der dichtest besiedelten Länder Afrikas mit einem immer noch recht hohen Bevölkerungswachstum – sind doch über 60 % der Bevölkerung Jugendliche oder junge Erwachsene – besteht das größte Problem heute darin, allen Menschen Arbeit zu verschaffen, und zwar nicht nur in der Landwirtschaft (immer noch sind mindestens 80 % der Menschen in der Landwirtschaft beschäftigt), sondern auch im Handwerk oder in qualifizierten Dienstleistungen. Eine solche Entwicklung in Gang zu setzen, bemüht sich die Regierung sehr.

Gedenkgottesdienst zum Völkermord 1994 in Ruanda

Als Einstieg in die heiße Phase der Vorbereitung des rheinland-pfälzischen Ruandatages 2010 in Prüm fand am 15.4. in der Konviktkapelle die Lesung von Rainer Wochele aus seinem Buch „Der General und der Clown" statt, das sich mit der Verarbeitung der schrecklichen Ereignisse 1994 in Ruanda durch den dort stationierten und für die Friedenstruppe verantwortlichen UN-General auseinandersetzt. Dieser deutsch-kanadische General wird nicht fertig mit der Schuld, die die Völkergemeinschaft damals auf sich geladen hat durch ihr Nicht-Eingreifen.

Die sehr eindrückliche Lesung des Herrn Wochele hat bei allen Teilnehmern eine große Betroffenheit ausgelöst und die Ereignisse von damals nochmals ganz nahe gebracht.

Am, darauf folgenden Tag, dem 16.4., fand dann in der voll besetzten Basilika ein sehr eindrücklicher ökumenischer Gottesdienst zum Gedenken an die Opfer dieses Völkermordes 1994 statt, der von den Schülerinnen und Schülern der Kaiser-Lothar-Realschule und es Regino-Gymnasiums federführend gestaltet wurde. Neben dem Gedenken an die Opfer und Hinterbliebenen des Genozids wurde anhand des Gleichnisses vom barmherzigen Samariter

von den Zelebranten Herrn Pfarrer Seibt und Herrn Pastor Schwan, aber auch von einer Schülergruppe die Frage von Gewalt, Gleichgültigkeit gegenüber Gewalt und von tätiger Hilfe thematisiert. Die 5. Klassen des RGP, der Kalimba-Chor und die Solistin Alicia van Cuyck trugen zur angemessenen musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes bei.

Im Anschluss an den Gottesdienst bedankten sich Staatssekretär Roger Lewentz und der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Rheinland-Pfalz - Ruanda Dr. Richard Auernheimer bei allen Beteiligten für die würdige Gedenkfeier und hoben die Einzigartigkeit der Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda hervor.

Die ruandische Botschafterin Christine Nkulikiyinka konnte wegen des Flugverbots an dem Gottesdienst nicht teilnehmen, ihre Rede wurde aber vorgelesen.

Eine Ausstellung von Axel Flitsch, der mit Bildern die Texte des Buches „Mein Stein spricht" illustriert hat, welches sich ebenfalls mit dem Genozid in Ruanda auseinandersetzt, wird noch bis Mitte Mai in der Basilika zu sehen sein.

Inshuti iruta inshuro – Freunde sind unbezahlbar

Unter diesem Motto findet der rheinland-pfälzische Ruanda-Tag am 18.09.2010 in Prüm statt. An diesem Tag präsentieren das Land Rheinland-Pfalz und viele Vereine der Öffentlichkeit die Projekte, die in den Jahren der Partnerschaft mit dem ostafrikanischen Land Gestalt angenommen haben.

Für Prüm gibt es zweifach Grund zur Freude:

Das Regino-Gymnasium Prüm und die Kaiser Lothar Realschule finden eine breite Öffentlichkeit für ihre jeweils über 25 Jahre währenden Partnerschaften mit zwei in Ruanda und die Stadt Prüm darf sich auf ein buntes Treiben freuen, das viele Gäste aus nah und fern anziehen wird.

Um der Bedeutung der Partnerschaft der Länder, aber auch der Partnerschaften der Schulen gerecht zu werden, wird es im Verlaufe des Jahres verschiedene Veranstaltungen geben, die vielschichtige Einblicke in das Land Ruanda und die Projekte vor Ort bieten.


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