Interner Bereich

09.09.2010 :: Fachschaften / Musik / Chorwoche 2009 / 

Chorwoche des Erweiterten Oberstufenchors

Die Enttäuschung, die in der letzten Probe vor dem geplanten Tschechien-Austausch herrschte, war groß: Soeben hatten wir erfahren, dass besagter Austausch nicht stattfinden würde. Einige Missverständnisse zwischen uns und dem tschechischen Gymnasium J.S.Machara hatten leider dazu geführt, dass die ganze Sache nicht mehr finanzierbar und somit nicht mehr ausführbar war. Das hieß also für uns, dass wir die kommende Woche leider nicht mit den Tschechen auf Ausflügen verbringen und auch 2010 nicht nach Tschechien reisen würden.
Auch Herrn Leineweber, Herrn und Frau Meux  merkte man die Enttäuschung deutlich an, doch unser Chorleiter schien jetzt nicht einfach Trübsal blasen zu wollen. Er machte uns den Vorschlag, die für den Austausch geplante Woche schlicht zu einer Chorwoche umzugestalten - wofür er von allen Seiten bereitwillig Zustimmung erntete. In dieser Woche würden wir größten Teils vom Unterricht befreit sein um intensiv zu proben und unsere Ergebnisse am Ende der Woche in einem kleinen Konzert zu präsentieren.

Und so trafen wir uns am nächsten Montagnachmittag zur ersten Probe.
Die Lieder, die Herr Leineweber für uns ausgesucht hatte, waren schön und teilweise ziemlich anspruchsvoll. Doch am Ende der ersten Probe waren wir uns einig, dass wir eine gute Alternative für den Austausch gefunden hatten!
Für Dienstag und Donnerstag waren Ausflüge geplant. So besuchten wir am Dienstagmorgen das Beethovenhaus in Bonn. Dort war Beethoven einst geboren worden und aufgewachsen, heute traf man hier auf eine Auswahl interessanter Ausstellungsstücke. Darunter durchaus kostbare, wie z.B. seine Violine oder sein Klavier. Aber auch ganz private Dinge, beispielsweise Beethovens Lesebrille oder auch eine seiner Haarsträhnen. Anschließend fuhren wir nach Brühl und besuchten Schloss Augustusburg, den ehemaligen Sitz von Clemens August, Erzbischof von Köln und Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches. Zuerst waren wir alle nicht sehr angetan von der Idee einer zweistündigen Führung, doch diese stellte sich als angenehm und überraschend kurzweilig heraus. Wir erfuhren eine ganze Menge über das 18. Jahrhundert und dessen Gepflogenheiten.

Der Mittwoch war wieder ein reiner Probetag. Herr Leineweber hatte ein Stück ausgegraben, dass er noch vor dem Einsingen einfach anstimmte, als er unsere Gesichter sah - es trägt den Titel „Slept Well?“
Die Proben waren grundsätzlich toll, mit viel Spaß verbunden und vor allem auch sehr produktiv. Es waren immer ein paar schöne Stunden!
Unser zweiter Ausflug, am Donnerstag, führte uns nach Köln. Dort besichtigten wir kurz den Dom und liefen anschließend zur Philharmonie, wo wir uns eine halbstündige Orchesterprobe anschauten - etwas, das man gesehen haben sollte!
Leider waren wir nicht vollzählig, denn Herrn Leinewebers Idee, uns mit einem Spendenkörbchen auf die Domplatte zu stellen und zu singen, hätte uns noch allen Spaß gemacht. So aber verbrachten wir die restliche Zeit bis zum Aufbruch in kleinen Gruppen in der Stadt.
Anschließend fuhren wir zurück nach Prüm, wo wir alles für das abendliche Konzert vorbereiteten. Eltern, Geschwister und Freunde waren zu einem kleinen, internen Konzert eingeladen, um sich unser bisher einstudiertes Repertoire anzuhören. Ein voller Erfolg!
Auch die Pausenmusik am nächsten Tag schien unseren Mitschülern gefallen zu haben und gab uns mehr denn je das Gefühl, die Chorwoche sei eine gute Idee gewesen! Danach ging es direkt weiter zur Hauptschule, wo der Tag der Prümer Schulen stattfand.
Nach diesem letzten Auftritt war die Chorwoche dann auch schon wieder vorbei - rechtzeitig zum Ferienbeginn. Alles in Allem waren es ein paar sehr schöne Tage, in denen wir viel gelernt und gelacht haben! Und ich bin mir sicher sagen zu können, dass ein solches Projekt eine Wiederholung jederzeit wert ist! :)

 

Jana Bauer


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