22.05.2013 :: Fachschaften / Sport / 
„Le parkour“ und „Freerunning“ – Eine Kunstform und Trendsportart macht Schule

Was ist „Le Parkour“ und was „Freerunning“?

Ausgehend von der urbanen Bewegungsform Parkour (zu Deutsch Hindernislauf), welche David Bellé aus der „Méthode Naturelle“(das effiziente Bewegen in der Natur)  in den späten 80er Jahren auf den urbanen Raum in Nordfrankreich übertrug, entwickelte sich im Laufe der Zeit das Freerunning.

Beim Parkour ist das möglichst schnelle und effektive Überwinden von Hindernissen im städtischen Raum das primäre Ziel (siehe Youtube: Parkour rockz Berlin ,1:41 min; http://www.youtube.com/watch?v=T2T5bGqotQc), wohingegen beim Freerunning das Zeigen von akrobatischen Bewegungen (z.B. Saltos und Schrauben) in der Stadt im Vordergrund steht (siehe Youtube: The World's Best Parkour and Freerunning 2012, 5:30 min;  http://www.youtube.com/watch?v=NX7QNWEGcNI).

Parkour versteht sich nicht als Trendsportart, wie sich das später aus ihm entwickelte Freerunning, sondern als Kunstform, die keinen Wettkampfgedanken beinhaltet. Man möchte nicht sein Können zur Schau stellen oder sich mit anderen messen, sondern das Gefühl der Freiheit, die Entwicklung von Willensstärke, das Erkennen seiner Grenzen und die Überwindung von Ängsten erfahren.  Diese Auseinandersetzung mit sich und seinem Körper hilft den „Traceuren“, so heißen die Akteure dieser Sportart, eine Beziehung und ein Gefühl zu sich und seinem Körper zu entwickeln. Grundtechniken, die im Parkour entwickelt wurden, finden auch beim Freerunning Verwendung, da beide Sportformen eng miteinander verwandt sind.

Parkour/ Freerunning im Sportunterricht

Parkour und Freerunning sind Sportarten, die man alleine oder mit Freunden ausüben kann. Jeder kann sich individuell fördern und fordern und sein eigenes Leistungsniveau bestimmen. Der Spaß an der Bewegung ist bei jedem vorhanden, egal ob bei leistungsstärkeren oder leistungsschwächeren Schülern. Ein gewisses Wagnis ist immer mit dabei, wobei man sich selbst die Grenzen setzen kann und sich nicht von anderen fehlleiten lassen sollte. Hier sei auch gleich der Aspekt der Sicherheit und der Verantwortung für die eigene und auch für die Gesundheit der anderen erwähnt. Le Parkour ist eine Sportart, die man überall und jederzeit durchführen kann. Viele der Basistechniken von Parkour sind vergleichbar mit Grundformen turnerischer und z.T. auch leichtathletischer Bewegungsformen, wie z.B. Laufen, Springen, Klettern, Hängen, Kehren, Wenden, Balancieren, Rollen, Kippen und Stützen. Wie die einzelnen Hindernisse jedoch zu überwinden sind, wird bei Parkour nicht vorgeschrieben. Somit gibt es auch keine exakt definierte Ausführung der Techniken.

Ausgehend von den Grundprinzipien des Parkours entwickelten die Schüler der Klassen 9n2 und 10p im Rahmen des Sportunterrichts eigene Bewegungsausführungen, um Hindernisse in der Halle effektiv (Parkour), aber auch akrobatisch (Freerunning), zu überwinden. Auch hier trat der Wettkampfgedanke in den Hintergrund, da die Auseinandersetzung der Schüler mit ihrem Körper und seinen Bewegungsmöglichkeiten Ziel des Unterrichts war. Dabei wendeten die Schüler bereits bestehende Techniken der Sportart Parkour  an, wie z.B. Roulade, Tic- Tac, Franchissement oder Saut de précision (siehe Fotos), oder sie entwickelten ganz eigene Bewegungsabläufe, um verschiedene Hindernisse zu überwinden.

Am Ende der Unterrichtsreihe filmten sich die Klassen 9n2 und 10p bei der Ausübung von Parkour in der Sporthalle und schnitten anschließend ein Video aus dem gesammelten Material, welches sie nach dem Einverständnis aller Klassenmitglieder auf Youtube veröffentlicht haben. Jeder der interessiert ist, mal zu schauen, wie Schüler eine moderne Trendsportart aus der Stadt in die Sporthalle übertragen, können sich

Ausgebildet zu Übungsleitern

In den vergangen Monaten haben acht Schüler des Sport Leistungskurses der Jahrgangsstufe 12 in drei Wochenenden an der Sportschule Oberwerth in Koblenz die Übungsleiter C-Ausbildung 'Breitensport' erfolgreich absolviert. Insgesamt nahmen an dieser, vom Sportbund Rheinland angebotenen Ausbildung, die extra auf den Leistungskurs Sport angepasst ist, knapp 50 Schüler/innen von mehreren Gymnasien aus Rheinland-Pfalz teil. Nach der Anreise am Freitagnachmittag begannen die ersten zwei Wochenenden (24.08-26.08 und 12.10-14.10) mit Theorieunterricht von 16 Uhr bis 19 Uhr. Einquartieren konnten sich die Teilnehmer in einer Unterkunft des DFB Rheinland. Am Samstag und Sonntag ging die Ausbildung jeweils von 8 Uhr bis 12 Uhr und von 13 Uhr bis 17 Uhr. Die Ausbildung war in Praxis und Theorie gegliedert. Insgesamt 12 Ausbildungsreferenten, darunter mehrere (Ober)Studienräte, Diplomsportlehrer, Diplomsportwissenschaftler, eine Fitnesstrainerin und ein Rechtsanwalt, begleiteten die Schüler/innen in insgesamt 63 Lehreinheiten. Für den Lehrgang standen die Unterrichtsräume und die Sporthalle der ehemaligen Universität Koblenz-Landau zur Verfügung. Im Unterricht wurden in der Theorie neben Themenbereichen wie 'Allgemeine Sportmethodik und -didaktik' oder 'Entwicklungspsychologie' auch mehrere Lehreinheiten rund um den Bereich 'Rechts-, Steuer- und Versicherungsfragen im Sport' behandelt. Der Praxisteil beschäftigte sich beispielsweise mit 'Allgemeiner Gymnastik', 'Kleinen Spielen' oder auch 'Stations und Circuittraining'. Das letzte Wochenende (26.10-28.10) der Ausbildung begann am Freitag mit der Theoretischen Prüfung. Samstag und Sonntag musste jeder der Schüler/innen 15 Minuten ihrer einstündigen Lehrprobe, welche sie mit einigem Zeitaufwand neben der Schule zwischen den Wochenenden in schriftlicher Form ausgearbeitet hatten, vor zwei Prüfern abhalten. Nachdem die Lehrproben besprochen und analysiert waren, kam es Sonntag Mittag dann zur Abschlussbesprechung und Lizenzverleihung.

Kreisjugendsportfest Leichtathletik und Schwimmen
Das Foto zeigt die Gruppe der Dreikämpferinnen und Dreikämpfer nach erfolgreich bestrittenem Wettkampf.

Für die besten Leichtathleten/innen des Regino-Gymnasium der Jahrgänge
1999 bis 2002 gab es am 21.06.2012 die Gelegenheit ihr Können unter
Beweis zu stellen. Beim Kreisjugendsportfest in Bitburg stand ein
Dreikampf bestehend aus Sprint, Weitsprung und Ballwurf auf dem
Programm. Erfreuliche Ergebnisse konnten die Schülerinnen und Schüler
des Regino-Gymnasium dabei erzielen.

Eine Woche zuvor, am 14.07. fand das Kreisjugensportfest Leichtathletik
in den Einzeldisziplinen für die Jahrgänge 1998 bis 1993 statt. Auch an
diesem Sportwettkampf haben Schülerinnen und Schüler des
Regino-Gymnasium teilgenommen und beachtliche Platzierungen erreicht.
Bei diesem Wettkampf gab es für die Athleten der Jahrgänge 1997 und 1998
die Möglichkeit sich für das Landesjugendsportfest am 08. September in
Offenbach/Queich zu qualifizieren. Eine Nominierung durch die
Kreisverwaltung steht noch aus.

Eine kleine Gruppe von neun Schwimmern bestritt am 19.06. das
Kreisjugendsportfest Schwimmen in Oberweis. Die teilnehmenden
Schülerinnen erkämpften sich alle Podestplätze und gelten somit als
erfolgreichste Sportgruppe, die in den letzten Tagen auf Wettkampfreise war.

In Zukunft wird bei der Vorbereitung auf solche Sportereignisse der
Einsatz einer Videoanalysesoftware für Schüler und Lehrer wichtige
Hilfen beim Bewegungslernen leisten. Der Förderverein hat mit einer
großzügigen Spende die Anschaffung eines solchen Systems ermöglicht. Ein
herzliches "Dankeschön" an der Förderverein.


Laufen an der Wand
Saut de précision (Präzisionssprung)
Roulade (Rolle nach Sprüngen)
Franchissement (Durchbruch)